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Antisemitismus

Als ressentimentbeladenes Vorurteil schreibt der Antisemitismus allen Juden verschiedene negative Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen zu und behauptet von ihnen, dass sie eine weltweite Dominanz in Politik und Wirtschaft anstrebten. Der Begriff Antisemitismus selbst wurde 1879 von Wilhelm Marr geprägt und meint die Ablehnung und Bekämpfung der Juden aus rassischen, religiösen oder sozialen Motiven. Die Ausgrenzung und Bekämpfung der Juden ist jedoch viel älter. In Deutschland fanden die ersten Judenpogrome Ende des 11. Jahrhunderts im Zusammenhang mit dem 1. Keuzzug statt. Im 14. Jahrhundert mussten die Juden dann als Sündenböcke für die in Europa grassierende Pestepidemie herhalten. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam dem Antisemitismus die Rolle einer politischen Ideologie zu, die schließlich in der systematischen Ausrottung der Juden während des Nationalsozialismus ihre brutalste Ausprägung fand. Antisemitismus äußert sich heute meist in aggressiver verbaler Form, durch Schändungen jüdischer Grabstätten, Brandanschläge und Gewalt gegen Personen. Antisemitismus ist eine spezielle Form des Rassismus und ein ideologischer Bestandteil des Rechtsextremismus.

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