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Akkulturation

(„Kulturübernahme“, „Kulturanpassung“) bezeichnet den Wandel der Kultur eines Einzelnen oder einer Gruppe durch die Übernahme von Kulturelementen einer anderen Kultur, der man selbst nicht angehört. Hierbei werden Sprache, Werte, Normen, Verhaltensmuster, Überzeugungen, aber auch Institutionen, Techniken und Produkte übernommen und je nach Gegebenheit abgeändert und angepasst. Akkulturation führt nicht automatisch zum Verlust der eigenen und zur Übernahme einer fremden Kultur, sondern durch Verschmelzen von Elementen aus beiden Systemen können neue, eigenständige Kulturformen entstehen. Insgesamt kann unterschieden werden zwischen einer unilateralen und einer reziproken sowie einer partiellen und einer vollständigen Akkulturation. Das Ergebnis einer vollständigen Akkulturation wird Assimilation genannt, während im Gegenzug die vollständige kulturelle Eigenständigkeit und Absonderung der in einer Gesellschaft etablierten Kulturen als Segmentation bezeichnet wird. Akkulturation kommt zustande aus dem nachhaltigen Kontakt und der Interaktion zwischen verschiedenen Kulturen, durch Wanderungsbewegungen und Eroberungsprozesse und wird durch Tourismus, kulturell-wissenschaftlichen Austausch, Handelsbeziehungen und internationale Verflechtung beschleunigt. Zu den bedeutendsten Akkulturationsprozessen zählen die Hellenisierung des Orients, die Wechselwirkung von Islam und „Abendland“, der Kolonialismus und die „Amerikanisierung“ der westlichen Industriegesellschaften.

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