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A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | R | S | T | U | V | W | Alle EinträgeBebel, August
August Bebel wurde am 22. Februar 1840 geboren und wuchs bedingt durch den frühen Tod seines Vaters in ärmlichen Verhältnissen auf. Dank einer wohltätigen Stiftung konnte er die Volksschule besuchen. Im Anschluss daran machte er eine Lehre zum Drechsler. Nach seinen Lehr- und Wanderjahren kam er in Leipzig in Kontakt mit bürgerlichen Bildungsvereinsbewegungen und gründete zusammen mit Wilhelm Liebknecht 1866 die radikaldemokratische Sächsische Volkspartei. Diese ging später unter Führung August Bebels mit verschiedenen anderen Parteien und Vereinen in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschlands (SDAP) auf. 1875 war August Bebel maßgeblich an der Vereinigung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) mit der SDAP zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) – die 1890 in SPD umgenannt wurde – beteiligt. Während der Zeit der Sozialistengesetze musste August Bebel mehrere Haftstrafen wegen verbotener politischer Betätigung verbüßen, was sein politisches Engagement allerdings nicht minderte. Innerhalb der SPD gehörte er zu den bekennenden Marxisten und lehnte die aufkommenden revisionistischen Ideen ab. Unter seiner Führung schlug die SPD eine klare antiimperialistische Politik gegen das wilhelminische Deutschland ein. Die Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen in den Kolonien wurden gerade durch August Bebel immer wieder in Reichstagsdebatten thematisiert und angeprangert. Bis zu seinem Tod genoss August Bebel weltweite Autorität als Vorsitzender der deutschen Sozialdemokratie und wichtiges Mitglied der Sozialistischen Internationale. Am 13. August 1913 starb er während eines Sanatoriumsaufenthalt in der Schweiz.















