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Im Rahmen der Europäischen Union existiert seit dem 1. Januar 1999 eine Währungsunion, in der die nationalen Währungen durch die neue Gemeinschaftswährung Euro abgelöst wurden. Die Bezeichnung „Euro“ wurde im Dezember 1995 auf dem Europäischen Rat in Madrid beschlossen.
Die Euro-Währungszone umfasste anfangs elf der fünfzehn EU-Mitgliedsländer: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Dänemark und Großbritannien lehnten einen Beitritt zur Währungsunion ab. Griechenland und Schweden verfehlten wesentliche Teilnahmekriterien gemäß den Bestimmungen des Stabilitäts- und Wachstumspakts von 1997.
Unmittelbar vor Einführung des Euro hatte der Ministerrat die Umrechnungskurse zwischen den Einzelwährungen und dem Euro definitiv festgelegt. Die Kurse zeigen auf sechs Stellen genau an, wie viele nationale Währungseinheiten einem Euro entsprechen. Beispielsweise ergeben 1,95583 DM exakt 1 Euro. Während einer dreijährigen Übergangsphase von 1999 bis Ende 2001 waren die Umrechungskurse im Alltag ständig präsent. In diesem Zeitraum blieben die nationalen Währungen weiterhin im Umlauf, der Euro existierte nur als Buchgeld. Barzahlungen waren nur mit den gewohnten nationalen Münzen und Banknoten möglich; im bargeldlosen Zahlungsverkehr konnte dagegen wahlweise die nationale Währung oder der Euro verwendet werden.
Mit der Einführung des Euro-Bargeldes am 1. Januar 2002 endete das Nebeneinander von nationaler Währung und Gemeinschaftswährung. In Deutschland konnte nur noch bis zum 28. Februar 2002 mit der D-Mark gezahlt werden. Seit dem 1. März 2002 ist der Euro alleiniges Zahlungsmittel. Länder, die in die Währungsunion aufgenommen werden wollen, müssen zunächst die Stabilitätskriterien erfüllen. Dazu gehört eine zweijährige Periode stabiler Wechselkurse zwischen ihrer nationalen Währung und dem Euro. Der Euro wird von der Europäischen Zentralbank in Frankfurt kontrolliert.
Heute haben 22 Länder den Euro als offizielle Währung. 16 dieser Länder sind EU-Mitgliedsstaaten (Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien, Zypern). Zuletzt führte am 1. Januar 2009 die Slowakei den Euro als neue Währung ein. Andorra, Kosovo, Monaco, Montenegro, San Marino und Vatikanstadt sind sogenannte „passive” Euronutzer.















