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A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | R | S | T | U | V | W | Alle EinträgeEbert, Friedrich
Friedrich Ebert wurde 1871 in Heidelberg geboren. Im Anschluss an seine Schulzeit machte er eine Sattlerlehre. Aufgrund der schlechten sozialen Lage der Wandergesellen kam er während seiner Wanderjahre in Kontakt mit Gewerkschaften und der Sozialdemokratie. 1891 zog Friedrich Ebert nach Bremen, wo er zu einem führenden Funktionär der Sozialdemokratie aufstieg. Theoretisches Wissen eignete er sich über intensives Selbststudium an, organisatorische Fähigkeiten über zahlreiche Führungspositionen in Partei und Gewerkschaft. Im Dezember 1905 wechselte Friedrich Ebert in den Berliner Parteivorstand und war dort mit 34 Jahren das jüngste Mitglied. Bereits 1913 wurde er nach dem Tod von August Bebel zum gleichberechtigten Parteivorsitzenden neben Hugo Haase gewählt. Kurze Zeit später brach der Erste Weltkrieg aus, der sich zu einer Zerreißprobe der deutschen Sozialdemokratie entwickelte. Ebert und die SPD stimmten auf der Reichstagssitzung am 4. August 1914 für die Kriegskredite. Dies führte zur Spaltung der SPD in USPD und MSPD und zum Zerbrechen der Sozialistischen Internationalen, da auch andere Arbeiterparteien in Europa den Kurs ihrer Regierungen mittrugen. Nach der Abdankung des Kaisers wurde Friedrich Ebert in den Rat der Volksbeauftragten – die provisorische neue Reichsregierung aus SPD und USPD – gewählt, dessen Vorsitz er zusammen mit Hugo Haase inne hatte. Nach Niederschlagung des Weihnachts- und Spartakusaufstands mit Hilfe von Freikorps wurde die SPD bei den Wahlen zur Nationalversammlung unter Führung Friedrich Eberts stärkste Partei. Friedrich Ebert wurde am 6. Februar 1919 zum ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt. Er starb am 28. Februar 1925. (Ausführlich zum Leben und Wirken von Friedrich Ebert siehe den Aufsatz von Walter Mühlhausen in der OnlineAkademie)















